Kurzvorstellung
Mein Name ist Nadine Wolf. Ich wurde 1981 in Schkeuditz, bei Leipzig geboren.

Bereits neben meinem BWL-Studium befasste ich mich intensiv mit dem Thema BARF, nachdem mein Hund Neo jahrelang unter einer Futtermittelunverträglichkeit gelitten hatte. Fütterungsbezogene Aspekte faszinierten mich derart, dass ich 2009 in dem mittlerweile hoch frequentierten BARF-Blog mashanga-burhani.blogspot.de ins Leben rief.

Angeregt durch meine Leser veröffentlichte ich 2015 “Das BARF-Buch” und schrieb seitdem auch vermehrt Fachartikel für Hundezeitschriften. In meiner Kolumne “Des Pudels Kern” (Sächsische Zeitung, Freie Presse) erscheinen alle zwei Wochen Artikel rund um den Hund.

Seit 2015 bin außerdem als Dozentin in der Ausbildung zum Ernährungsberater für Hunde und Katzen nach Swanie Simon tätig und halte zusätzlich BARF-Seminare und Webinare für Hundehalter. Natürlich bin ich auch selbst als Ernährungsberaterin tätig.

Meine Ausbildung zum Tierheilpraktiker habe ich 2017 abgeschlossen.

Lebenslauf
Praktische Erfahrung
  • seit 2017 Tierheilpraktikerin
  • seit 2015 Dozentin im Rahmen der Ausbildung von Ernährungsberatern für Hund & Katze: http://www.barf-berater.de/
  • seit 2014 Ernährungsberater für Hund & Katze mit Schwerpunkt BARF
  • 09–jetzt Betreiberin des BARF-Blogs: http://mashanga-burhani.blogspot.de
  • 06–14 Investor Relations & Marketing Specialist in verschiedenen Unternehmen sowie selbstständige Marketingberaterin
Ausbildung
  • 2016-17 Bildungswerk für therapeutische Berufe, Remscheid
    Ausbildung zur Tierheilpraktikerin
  • 2014 Heilpraktikerschule Richter, Kenzingen
    Ausbildung zum zertifizierten Ernährungsberater für Hund & Katze mit Schwerpunkt BARF
  • 2002–06 Universität Leipzig, HHL – Leipzig Graduate School of Management, Leipzig & Corvinus University, Budapest, Ungarn
    Studium der Betriebswirtschaftslehre / Unternehmensführung
  • 1999–02 Berufliches Schulzentrum Grimma, Grimma
    Allgemeine Hochschulreife
  • 1997–99 Berufliches Schulzentrum Wurzen, Wurzen
    Ausbildung zur staatlich geprüften kaufmännischen Assistentin
Wie ich zu BARF kam

Wie so oft im Leben, habe ich meine Lektion von einem Hund gelernt. Einem Hund namens Neo. Neo war mein Seelenhund. Er begleitete mich über viele Jahre in der wohl wichtigsten und prägendsten Zeit meines Lebens. Er überstand mit mir das Abi, das Studium und meinen ersten Job, bis er letztendlich an den Folgen eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) verstarb.

Als Neo zu mir kam, wurde er natürlich mit Trockenfutter ernährt. Bereits unsere Deutsche Dogge und unser Deutscher Pinscher hatten Trockenfutter bekommen und ich hielt es für das Non-Plus-Ultra. Es war praktisch und beinhaltete vermeintlich alle Nährstoffe, die meine Hunde brauchten. Dachte ich jedenfalls, denn das war die Information, die ich sämtlichen Hundebüchern entnahm, die ich von der Züchterin bekommen hatte und die mir auch mein Tierarzt bestätigte. Neo fraß das Trockenfutter auch gern. Er fraß überhaupt sehr gern. Anfangs bekam er ganz billiges Trockenfutter aus dem Supermarkt, weil ich von Markenprodukten noch nie etwas gehalten habe. Nie hatte ich mir Gedanken über die Inhaltsstoffe gemacht, ja, nicht einmal einen Blick auf die Zutatenliste hatte ich geworfen. Ich vertraute einfach dem Hersteller. Es hatte schließlich auch nie Probleme gegeben. Neo war gewachsen, groß geworden, der Output war super, das Fell meines Erachtens in Ordnung und der Hund war gesund.

Als Neo ungefähr 3 Jahre alt war, begann er, sein Futter zu verweigern. Ich dachte zunächst, dass es sich um eine Mäkelei handelt und bot ihm immer wieder sein Futter an, was er einfach stehen ließ. Irgendwann ließ ich mich erweichen und kaufte eine andere Sorte, die er anfangs fraß. Dieses Spiel setzte sich jedoch fort und irgendwann hatte ich alles von Chappi, über Hills bis Royal Canin ausprobiert. Aber Neo fraß nur das Nötigste. Immer noch war ich blind und erkannte die Ursache nicht. Irgendwann kamen aber die Probleme. Neo bekam Durchfall und zwar ziemlich oft. Ich ging jedes Mal, wenn es wieder besonders schlimm wurde zum Tierarzt. Neo bekam ein paar Spritzen und dann ging es wieder, jedenfalls für ein paar Tage.

Eines Tages kam noch eine Art Hautausschlag hinzu. Das Fell fiel stellenweise aus. Wieder ging ich zum Tierarzt. Es war ein freundlicher Dorftierarzt, der mir zu Spülungen mit Kamillentee riet und tatsächlich wurde der Ausschlag besser. Aber er verschwand eben nicht, sondern kam immer wieder. Zusätzlich litt Neo weiterhin an dem ständigen Durchfall. Ich schlief manchmal nächtelang nicht, weil er natürlich immer raus musste. Im Laufe der Jahre stellte ich Neo vielen Tierärzten vor, um das Problem zu lösen. Aber keiner der Tierärzte, und ich glaube, es waren insgesamt 17, bei denen ich vorstellig wurde, konnte Neo helfen. Rückblickend kann ich mich darüber nur wundern, denn nicht ein einzige Mal wurde mir der Vorschlag unterbreitet, eine Ausschlussdiät zu machen oder anderweitig der Ursache auf den Grund zu gehen. Ich wurde stets gefragt, was ich füttere, antwortete mit der jeweiligen Futtermarke und bekam zu hören: „Na dann ist ja gut. Am Futter kann es also nicht liegen.“ Ich hatte es irgendwann aufgegeben und mich damit abgefunden, dass mein armer Hund eben dauerhaft von Durchfällen und Hautausschlag geplagt sein würde und sein Futter nur fraß, um nicht zu verhungern.

Im Jahr 2005 hatten Neo und ich mein Auslandssemester gemeinsam in Ungarn verbracht und wir kamen zurück nach Deutschland. Meine Mutter begrüßte freudig meinen guten alten Neo und sagte zu ihm: „Ich hab Dich so vermisst, mein Junge. Aber ich hatte ganz vergessen, wie sehr Du stinkst!“. Das war noch so ein Problem. Neo stank. Nicht nur aus dem Maul, nein, auch sein Fell stank fürchterlich. Ich musste seine Hundebetten mehrmals pro Woche waschen, damit die Wohnung nicht zu übel roch. Aufgrund der Anmerkung meiner Mutter googelte ich nach „Hund Gestank Kräuter“, in der Hoffnung, irgendein Wundermittel zu finden, was den Gestank verminderte. Und da landete ich auf www.barfers.de.

Ich las mir die Seite durch und die Argumentation erschien mir logisch. Da war auch von fütterungsbedingtem Durchfall und Fellproblemen die Rede und ich dachte: Einen Versuch ist es wert. Ich bestellte mir die BARF-Broschüre, meldete mich im GH-Forum an und kaufte Fleisch. Neo wurde auf BARF umgestellt. Das Rindfleisch fraß er sofort begierig, nur bei den Innereien und beim Geflügel mäkelte er anfangs etwas herum. Aber nicht lange. Eine neue Ära brach an. Neo liebte sein neues Futter. Mir standen die Tränen in den Augen, weil ich nach Jahren endlich wieder das Funkeln in seinen Augen sah, wenn ich seinen Futternapf in die Hand nahm, um ihn zu füllen. Jahrelang hatte ich nur gesehen wie er in den mit braunen Kugeln gefüllten Napf blickte, ein paar Brocken fraß und wieder ging. Ich war so unglaublich glücklich, dass er wieder gern fraß. Aber es wurde noch besser. Der Durchfall hörte innerhalb von einer Woche auf und kam nie, nie wieder. Sein furchtbarer Körpergeruch verschwand und nach dem nächsten Fellwechsel war seine Haut wieder völlig in Ordnung, sein Fell glänzte auf einmal. Für mich war das damals wie ein Wunder! Was 17 Tierärzte nicht geschafft hatten, wurde durch eine einfache Futterumstellung erreicht: Mein Neo war wieder gesund und er war glücklich.

Manchmal werde ich gefragt, warum ich mich so vehement gegen den Einsatz von Fertigfutter einsetze. Ich glaube, wer so etwas mit seinem Hund erlebt hat wie ich, der kann einfach nicht anders. Anfangs waren es reinweg Emotionen, die mich davon überzeugten, dass Fertigfutter eben nicht das Richtige für unsere vierbeinigen Freunde ist. Heute – nachdem ich mich ausgiebig mit dem Thema befasst habe und jede Studie und jede Zeile zum Thema Hundeernährung lese, die ich in die Finger bekomme – ist es auch fundiertes Wissen, was mir die Entscheidung contra Fertigfutter sehr sehr leicht macht.

Über meine Hunde

Eigentlich soll es auf dieser Webseite nicht um meine, sondern um Ihre Tiere gehen. Aber alle Tierhalter haben eine Sache gemein: Sie reden gern über ihre eigenen Tiere. Da bin ich keine Ausnahme. Daher möchte ich natürlich auch meine beiden Jungs kurz vorstellen. Sie haben mich sehr viel über Hunde gelehrt und sind der eigentliche Grund dafür, warum ich mich jemals mit dem Thema BARF auseinandergesetzt habe.

Alastair The Lordling Royal Crown Cavalier

Ganz schön großer Name für so einen winzigen Hund, oder? Puppenmann wie wir ihn nennen ist eher eine Katze als ein Hund. Jeder, der ihn kennt, wird das bestätigen. Zwar ist er cavaliertypisch zu jedem Lebewesen freundlich, aber er ist andererseits auch ein sehr eigenständiger, intelligenter, recht dickköpfiger und extrem mutiger kleiner Kerl. Ich dachte früher immer, dass Hunde unter 40 kg keine richtigen Hunde wären und eigentlich wollte ich selbst auch nie einen kleinen Hund haben… Wie so oft im Leben, hat mich ein Hund eines Besseren belehrt und es kam anders als ich dachte. Nun habe ich also auch einen kleinen Hund. Einen kleinen Hund mit einem sehr großen Herzen. Er ist einfach ein ganz toller Kerl. Puppenmann läuft problemlos am Fahrrad, apportiert einen Ball auch gern 200-mal, durchquert mit mir, wenn es sein muss, einen See und findet mit seiner ausgezeichneten Nase einfach alles. Wirklich alles.

Puppenmann wurde im Februar 2008 geboren und wurde mit Trockenfutter aufgezogen. Im Alter von 6 Monaten kam er dann zu mir, wo er sofort auf BARF umgestellt wurde. Er vertrug die Umstellung recht gut, nahm das neue Futter problemlos an und hatte auch nie Schwierigkeiten damit. Puppenmann leidet unter einer Futtermittelallergie und verträgt weder Rind, noch Geflügel. Aber er ist mit Lamm, Wild oder Fisch ebenso zufrieden. Er ist auch äußerst sportlich und schlank. Die cavaliertypischen Erkrankungen haben sich bisher bei ihm nicht bemerkbar gemacht: Sein Herz wird regelmäßig kontrolliert und zeigt bis heute keinerlei Auffälligkeiten, er hat zum Glück auch keine Syringomyelie, oder andere Krankheiten brachyzephaler Rassen. Falls sich jemand wundert, warum er so kurze Behänge und überhaupt gekürztes Fell hat: Puppenmann ist ein Wildschwein. Er läuft durch jedes Schlammloch. Ich will ihm den Spaß nicht nehmen, also halte ich sein Fell lieber kurz, auch wenn das bei Cavalieren eigentlich nicht vorgesehen ist. Um Schönheit geht es mir nicht. Der Hund soll glücklich sein! Dann bin ich es auch.

Mashanga Burhani

Vermutlich kommt dieser Name einigen Barfern ziemlich bekannt vor. Ja, Burhani bzw. Bayo wie wir ihn nennen, ist der Namensgeber des bekannten BARF-Blogs (https://mashanga-burhani.blogspot.de/) und er ist ein typischer Ridgeback. Fremden gegenüber skeptisch und zurückhaltend, seiner Familie jedoch extrem verbunden.

Ich habe noch nie einen so anhänglichen Hund erlebt: Seine Bindung zu mir ist sehr stark. Schon als er 12 Wochen alt war, ließ er sich problemlos aus einer Gruppe spielender Welpen abrufen. Wenn andere losrannten, rannte er zwar mit, kehrte aber sofort um, wenn ich ihn rief. Das habe ich noch bei keinem meiner Hunde so erlebt. Er ist ein sensibler, intelligenter Hund, der sich aus allem Ärger heraushält. Wenn sich irgendwo zwei Hunde prügeln, macht er einen Bogen um das Geschehen. Eine wirklich angenehme Einstellung. Ridgebacktypisch ist er recht faul (von richtiger Arbeit hält er nichts), aber er liebt es natürlich, zu rennen. Je schneller und länger, desto besser. Stundenlanges Radfahren? Kein Problem! Auch die Reizangel oder Zerrspiele haben es ihm angetan. Auf richtige Arbeit auf dem Hundeplatz hat er freilich keine große Lust, aber Frauchen zu Liebe lässt er sich doch ab und zu vor den Dog Scooter „spannen“, sucht und apportiert brav versteckte Futterbeutel oder schwimmt eine Runde. Er ist der perfekte Begleithund für mich!

Bayo wurde 2009 geboren und leider auch mit Trockenfutter aufgezogen. Im Alter von 10 Wochen kam er dann zu uns und wurde ebenfalls sofort auf BARF umgestellt. Es gab keinerlei Schwierigkeiten und er liebte sein neues Futter natürlich über alles. Wobei man sagen muss, dass Bayo alles fressen würde. Er ist unser Müllschlucker. Er wuchs gleichmäßig, hatte während der Zahnung und auch in starken Wachstumsphasen keinerlei Probleme und war recht zeitig sehr gut bemuskelt. Bayo hatte bisher keinerlei bedenkliche Krankheiten. Natürlich gab es hier mal einen Schnupfen oder da mal eine verletzte Kralle, aber abgesehen davon ist Bayo ein gesunder Hund, auch wenn ihm aus Vorsicht (und Frauchens Angst vor Krebs) ein Geschwülst und ein Leberfleck entfernt wurden, die sich jeweils als gutartige Veränderungen herausstellten. Bayo erfreut sich somit bester Gesundheit.

Wie jeder Hundehalter liebe natürlich auch ich meine Hunde über alles und gehe selbstverständlich davon aus, dass es die besten Hunde der Welt sein müssen… nein, es sind die besten Hunde – jedenfalls für mich!